Machine.

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G. Vanderhade: Vor einiger Zeit gab ich Tony alten Cassetten von mir. Schliesslich schickte er mir eine Mail mit einigen Songnamen. Hierzu würde ihm spontan etwas einfallen...

In einem dieser Tracks schmiegte sich eine langgezogene Flächen-Melancholie um einen relativ komplexen Sequenzer mit einer Piano-Hook.

Das Intro bestand aus einem Soundteppich meines damals heissgeliebten ersten Synth, dem TG-77 von Yamaha...

Es war ein einfaches elektronisches Arrangement mit einer interessanten Stimmung.

Doch genau das war das Problem, ich wollte doch Gitarrenmusik machen.

Nachdem ich alles rekonstruiert und mit verschiedenen Rhythmen und Bässen experimentiert hatte, ergab sich zum Glück die Melodie und die Struktur für die Gitarre fast von selbst…und sie spielte sich auch fast wie von selbst...

Als Tony schliesslich die Vocals aufnahm, wurde mir klar, dass dieser Track anders werden würde als das, was wir bisher gemacht hatten. Die Stimme über einen Gitarrenamp zu verstärken, unterstreicht noch den technischen Charme von Machine...

So wurde Machine leider kein Song zum mitsingen, und der komplette Track bleibt für mich, trotz der Vocals, instrumental.


T. Payne: Ich bin eine beeindruckende Konstruktion, du  kannst es  hören und sehen.
Fühl die Kraft, den leblosen Stahl, die Macht der Maschine, der toten Maschine ohne  Leben...
Ich bin die Maschine, eine mächtige Maschine, ein einsamer Krieger... meine Seele...Ich kann nicht ruhen, ich kann nicht rasten, ich habe keine Zeit zu schlafen...weil ich hungrig bin...ich hole es mir, wann immer ich will, ich brauche  es, ich kämpfe darum...ich spüre und schmecke  es...
ich habe keine Zeit...keine Zeit zu schlafen, keine Zeit zu rasten...weil ich die Maschine bin.




Whispering Shadow

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G.Vanderhade: Whispering Shadow spiele ich sehr gerne unplugged. Ich denke, dieser Grundcharakter ist noch gut zu erkennen...

Zu dem Intro haben mich übrigens die Windkrafträder auf unseren Feldern inspieriert, oder besser gesagt, deren Positionslichter, die nachts in diesem merkwürdigen Rhythmus blinken...

Eigentlich wollte ich bei diesem ruhigen Stück gar keine Percussion verwenden, aber Tony konnte mich überzeugen.

Nun, insgesamt ist Whispering Shadow sehr dynamisch geworden, zwei aufeinanderfolgende Wellen... zum Mittelteil hin reduziert sich das Arrangement auf die ursprüngliche musikalische Idee... Im zweiten Teil greifen wir die Themen mit Gitarre und Sax in einem Dialog wieder auf und interpretieren Sie neu.

Und bei den Aufnahmen für den Gesang hatten wir Tränen in den Augen...




T.Payne: In unserer Welt kann ich nicht bleiben, nicht für die Ewigkeit.
Wenn mein Leben hier auf der Erde zu Ende ist wird mir ein Engel  zugeteilt werden. Er wird mich begleiten/hinüberführen auf die andere Seite. Er spricht die letzten Worte auf Erden zu mir. Das letzte was ich wahrnehmen werde ist seine flüsternde sanfte Stimme. Ich höre seine Botschaft, doch ich verstehe sie nicht.
Mein Engel wird mich hoch hinaustragen, immer höher und höher. Dabei  wird er mich sicher halten, fest in seinen Armen. Den Tränen so nah. Er führt mich in eine andere Dimension, auf die andere Seite, in ein Leben voll Freude und ohne Angst. Doch ich werde es immer noch nicht verstehen, aber drüben  im Garten, auf der anderen Seite wird er mir endlich den Grund verraten...und dann werde ich  ihn endlich verstehen...
Er breitet seine Flügel aus. Hoch über mir wird er fliegen. Ich spüre den Wind wie einen flüsternden Schatten...auf dem Weg in unseren Garten, auf dem Weg ins Paradies...

Er ist mein flüsternder Schatten.



Forgotten Souls



T. Payne: Komm steh uns bei...
sie wandeln umher, die verlorenen Seelen (FORGOTTEN SOULS)...

Du bist meine EVA, von Anfang an bis zum Ende, Du bist und warst mein Schicksal...
...und alles was bleibt...there is still religion... für jeden und überall... auch für die verlorenen Seelen... das ist alles was bleibt... in/nach dem Chaos.

Ashes can take my pain... Asche zu Asche... Staub zu Staub... Du bist mein Schicksal... meine EVA... aber selbst das nimmt mir nicht die Pain... es brennt für immer in meinem Herzen...

Doch dann erhebe ich mich... Phönix aus der Asche... Ich erhebe mich... steige steil empor, ganz hoch, ganz weit, direkt ins Licht, heraus aus der Nacht, aus der Dunkelheit... die Erlösung ist da...

Du wirst mich nach Hause bringen... meine EVA

...into the light... out of the night


G.Vanderhade: Into the light (Forgotten Souls) ist ein altes Instrumental von mir. Auf den ersten Blick ist es verlockend, altes Material 1:1 umzusetzen und mit neuer Technik noch einmal einzuspielen. Aber genügt man denn so den eigenen Ansprüchen? Schliesslich hat man sich ja weiterentwickelt!

„Viel zu brav“…Tony´s typisches Todesurteil für ein Arrangement… Also nehme ich mir das brave Teil vor, traue mich mal, und habe den Song mit einer high-gain guitar Song plötzlich auf die Heavy-Metal-Schine gezerrt.
Upps, alles, blos das nicht, schliesslich soll ja der Song auch zu den anderen passen. Skeptisch probiere ich weiter und als auf einmal die Kurve Richtung Blues geht, fängt es mir an zu gefallen, was ich spiele.

So haben wir am Ende doch etwas ganz Neues geschaffen. Die urspüngliche Idee bleibt als Pate, als Geburtshelfer zurück und verschwindet auf Nimmerwiedersehen? (bis zum nächsten Remix) in den Archiven meiner Festplatte.

Into the light basiert auf einem hypnotischen Loop, der den treibenden Gesang im Wechsel zwischen Gitarrenriffs und langgezogenen Pianomelodien unterstützt.

Wir gehen hier nicht den Weg der klassischen Songstruktur, sondern überlassen die Sequenz über lange Zeit sich selbst, um sich zu entfalten. Erst im hinteren Teil entwickelt sich der Song weiter und findet im ursprünglichen Refrain seine logische Vollendung…